Zur LIGNA 2007 stellt der Vakuum-Spezialist J. Schmalz GmbH, 72293 Glatten, dem internationalen Fachpublikum ein neues Kleinteile-Vakuum-Spannsystem vor. Damit können nun auf Holzbearbeitungszentren mit Konsolentischen (oder solchen mit Glatt- und Rastertischen) auch anspruchsvolle Holzwerkstücke kleinerer Dimensionen flexibel und rationell gespannt werden. Das Kleinteile-Spannsystem stellt eine komplette Neuentwicklung dar und basiert auf wenigen Komponenten wie einem Grundkörper aus Aluminium-Strangpressprofil und so genannten Saugerpins. Die Aluprofil-Grundkörper werden als montagefertige Einheiten nach Bedarf z. B. auf einer oder eben mehreren Konsolen installiert. Entsprechend der Werkstückkontur und -beschaffenheit aktiviert man dann eine gewisse Anzahl an Saugerpins, die innerhalb des Grundkörper im Raster platziert sind und einen „Saugerteppich“ bilden. Dadurch ist es möglich, auf jede denkbare Werkstück-Geometrie individuell einzugehen, ohne dass jedes Mal eine neue Spannvorrichtung hergestellt und aufgerüstet werden muss.
Die Saugerpins funktionieren ähnlich dem Kugelschreiber-Prinzip und werden durch Drücken aktiviert bzw. deaktiviert. Im Klartext heißt dies, dass sie im nach unten gedrückten Zustand deaktiviert sind und damit das Vakuum geschlossen ist. Ausgehend von der Werkstück-Kontur werden nur die zum Spannen benötigten Pins durch Drücken aktiviert und somit nach oben ausgefahren, die restlichen Saugerpins bleiben demnach inaktiv. Das Aktivieren der Saugerpins bzw. des konturierten Saugerteppichs durch Ausfahren aus der gedrückten Stellung kann manuell oder auch mittels dem CNC-Programm über die Maschinenspindel automatisch erfolgen. Dies hat den Vorteil, dass je nach Holzteil und abgelegtem CNC-Arbeitsprogramm keine weiteren Rüstvorgänge zu erledigen sind. Als 2-Kreis-System konzipiert, wird über den Vakuumkreis 1 der Grundkörper auf der Konsole bzw. dem Maschinentisch fixiert und über den 2. Vakuumkreis geschieht dann das Ansaugen der Werktücke mittels der aktivierten Saugerpins.
Die Aluprofil-Grundkörper sind 300 x 200 mm groß und bei Bedarf können mehrere davon auf einer Konsole installiert werden. Außerdem gibt es spezielle Ausrüster-Lösungen nach Kundenwunsch. Je nach Fläche können eine Vielzahl an Saugerpins aktiviert/genutzt werden, so dass selbst bei kleinen Saugflächen vergleichsweise hohe Haltekräfte zu realisieren sind. Dank der Reibbelag-Oberflächen der Pins stellen auch hohe Querkräfte kein Problem dar, was bezüglich der Bearbeitungsanforderungen beim Bohren und Fräsen Vorteile bringt und auch größere Spantiefen zulässt. Dadurch wiederum reduzieren sich die Bearbeitungs- und weiter gehend die Durchlaufzeiten. Selbiges gilt für die Rüstzeiten, denn die Saugerpins sind nach Belieben einfach herauszudrehen und zu versetzen bzw. auszutauschen. Die Gummiteile der Saugerpins lassen sich bei Verschleiß schnell wechseln, so dass keine Unterbrechungen und Stillstandzeiten die Produktivität beeinträchtigen.