Auf Hochglanz poliert verlassen kostspielige Klaviere und Luxusmöbel höchster Qualität ihre Produktionsstätte. Doch auch die Herstellung von nicht alltäglichen Möbeln oder Klavierbauteilen muss heute betriebswirtschaftlich durchgerechnet sein. Deshalb verwundert es auch nicht, dass in diesen Bereichen möglichst durchgängig rationalisiert und automatisiert wird. So geschehen bei der Firma "Wilhelm" Designmöbel & Holzbearbeitung GmbH (WDH) in 04509 Delitzsch, einem Hersteller und Zulieferer anspruchsvoller Möbel sowie von Gehäuseteile für die Klavierindustrie.
Der Ratio-Faktor Werkstück-Handling
Davon ausgehend, dass es mit der Beschaffung eines CNC-Holzbearbeitungszentrums nicht getan war, sondern dass auch die Materialfluss- und Handling-Peripherie um das BAZ herum optimal gestaltet sein muss, befassten sich die Verantwortlichen der Firma WDH - eine Tochter der Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH - schon bald mit der automatisierten Beschickung des BAZ. Die Beladung des Bearbeitungszentrums von Hand dauerte einfach zu lange und konnte vielfach auch nur mit zwei Mann durchgeführt werden. Die teilautomatisierte Beladung des BAZ mit Hilfe eines Platten-Handlinggerätes versprach dagegen sowohl Zeit-Einsparungen als auch eine bessere Nutzung der Arbeits- und Laufzeiten der Maschine.
Die Verantwortlichen präzisierten ihre Vorstellungen dahingehend, dass künftig sowohl die Beladung des BAZ mit Rohplatten (massives Mehrschichtholz mit sehr empfindlicher Oberfläche) als auch die Entnahme der fertigen und dann immer noch bis zu 30 kg schweren Piano-Deckel von nur einer Person durchgeführt werden muss. Außerdem sollten eventuelle Beschädigungen der Oberflächen quasi ausgeschlossen sein und die Platten sollten sich trotzdem leicht und exakt positionieren lassen. Das Platten- und Werkstück-Handling mittels Vakuum-Handhabungstechnik des Vakuum-Spezialisten J. Schmalz GmbH, 72293 Glatten, bot dafür die besten Voraussetzungen. Somit entschied sich die Firma WDH schließlich für die Beschaffung eines Vakuum-Hebegeräts der Baureihe VacuMaster Light 100-4.
Universelles Handling unterschiedlichster Teile
Dieses Vakuum-Hebegerät zeichnet sich durch seine universelle Nutzung und den flexiblen Einsatz für das einfachste Handling sperriger und schwerer Plattenmaterialien mit Gewichten bis 35 kg aus. Je nach Nutzung und Werkstück-Abmessungen können die 4 an Traversen montierten Sauger individuell und schnell verstellt werden. Somit ergeben sich bei der flexiblen CNC-Bearbeitung unterschiedlichster Bauteile keine Wartezeiten. Die Vakuum-Hebegeräte vom Typ VacuMaster Light sind kranbar, womit das Handling in einem vergleichsweise großen Arbeitsbereich, der das Umfeld und den Arbeitsraum der Maschine voll umfasst, möglich wird. Der leichtgewichtige VacuMaster Light reduziert die maximale Traglast des Krans nur wenig und auch hinsichtlich der Führung des Hebegeräts gibt es kaum Einschränkungen, weil die Vakuum-Erzeugung per Druckluft erfolgt und somit lediglich ein Druckluftschlauch mitgeführt werden muss. Die 4 Saugplatten sind gelenkig aufgehängt, weshalb sich die Sauger optimal der Oberfläche anpassen.
Amortisation in kurzer Frist garantiert
Die speziellen Saugermaterialien sind einerseits sehr robust und hinterlassen zum anderen so gut wie keine Abdrücke. Die Sauger sind aber gleichzeitig konstruktiv auch so formstabil ausgelegt, dass damit ein schnelles und sicheres Positionieren auf dem Spannsystem des Bearbeitungszentrums gewährleistet ist. In Bezug auf die Bedienung gestaltet sich das Platten-Handling denkbar einfach, weil das Ein- und Ausschalten des Ejektors für die Vakuum-Erzeugung durch einen Sicherheitstaster am Grundgerät erfolgt. Die Installation geht ebenfalls einfach vonstatten, nämlich nach dem Motto: Gerät einhängen, Druckluftschlauch anschließen und loslegen. Dies war auch im Fall WDH so, denn hier war die Krananlage bereits vorhanden. Dank einer integrierten Warneinrichtung ist auch die Betreibersicherheit gegeben und auch ansonsten gestaltet sich der Umgang mit dem Vakuum-Hebegerät VacuMaster Light völlig problemlos. Gegenüber früher ist jetzt nur noch eine Person für die Beschickung und Entnahme bzw. die Bedienung des BAZ erforderlich und Werkstück-Beschädigungen sind Vergangenheit. Das Investment hielt sich auch in sehr engen Grenzen, zumal keinerlei Installationskosten anfielen. Als entsprechend kurz stellte sich die Amortisationszeit heraus, weshalb sich die Beschaffung des Vakuum-Hebegeräts in jeder Hinsicht lohnt(e).