Die neue Generation an Vakuum-Hebegeräten der Baureihe VacuMaster Basic/Comfort knüpft so zusagen nahtlos an die Erfolge der tausendfach im Einsatz befindlichen Vorgänger-Baureihe an. Das ist vor allem ein Verdienst der innovativen und funktionalen Konstruktion, die auf so genannten Längs-Traversen basiert. Die Längstraversen aus eloxiertem Aluminium-Strangpressprofil dienen gleichzeitig als Lastaufnahmeträger, Vakuum-Speicher und Vakuum-Verteiler, wodurch sich einige der hinderlichen Verschlauchungen schlicht erübrigen und außerdem noch Gewicht eingespart wird. Modular konzipiert und im Grunde aus einigen wenigen Komponenten bestehend, können aus den standardisierten Bausteinen ohne großen Aufwand anforderungsgerechte Vakuum-Hebegeräte erstellt werden.
Dabei gibt es drei Grundausführungen (horizontal, 90° schwenken und 180° wenden) sowie verschiedene Lastbereiche zwischen 75 und max. 750 kg. Bei den Vakuum-Hebegeräten mit 90° bzw. 180° Schwenk-/Wendebereich belaufen sich die Traglasten auf max. 500 bzw. 250 kg. Das Schwenken um 90° sowie das Wenden um 180° erfolgt mittels eines elektrischen Linearantriebs. Der Bediener führt durch Tasterbetätigung alle relevanten Funktionen ausschließlich vom Bedienbügel aus. Dies hat besonders beim Handling sperriger Güter große Vorteile, weil der Bediener seine an einem Kran und am Vakuum-Hebegerät hängende Last schnell, sicher und zielgenau verfahren und positionieren kann. Die niedrige Bauhöhe der schwenk- und wendbaren Geräte tut ein übriges dazu, dass nunmehr auch bei beengten Verhältnissen und in niedrigen Räumen das Schwenken und Wenden von Werkstücken mechanisiert werden kann.
Mit Werkstück-Handling per Vakuum
zu mehr Produktivität und Qualität
Von den technischen Vorzügen und vom einfachen Handling ließ sich auch ein bekannter süddeutscher Hersteller von Werkbänken, Arbeitstischen und Werkzeugwagen überzeugen, als es um die Rationalisierung im Bereich Kanten-Bearbeitung schwerer Werkbank-Arbeitsplatten ging. Die Arbeitsplatten sind in Massivbauweise mit Lamellen ausgeführt, im Normalfall bis zu 2.000 x 1.000 mm groß und wahlweise 25, 40 oder 50 mm dick. Dem entsprechend wiegen die stabilen Tischplatten bis zu 100 kg und somit sind für das Handling von Hand mindestens zwei Personen nötig. Während das Sägen und die Oberflächen-bearbeitung weitgehend halb automatisch bis automatisiert erfolgen, wurde die Kantenbearbeitung bis dato mit Handmaschinen manuell durchgeführt. Für die beidseitige Kantenbearbeitung mussten die stabilen Tischplatten auch gewendet werden, so dass sich für die Bearbeitung mitsamt dem Handling ein ziemlicher Aufwand ergab.
Aus diesem Grund starteten die Verantwortlichen des Unternehmens ein Ratio-Projekt, das u. a. die Investition in ein neues CNC-Bearbeitungszentrum beinhaltete. Um nun die Leistungen des Bearbeitungszentrums auch maximal nutzen zu können, wurde außerdem in ein Vakuum-Handhabungssystem zum Beschicken der Bearbeitungsmaschine mit Rohplatten, Wenden der Werkstücke sowie zur Abnahme der fertig bearbeiteten Tischplatten investiert. Die Wahl fiel hier auf ein kranbares Vakuum-Hebegerät VacuMaster Comfort 125-180°-2 des Vakuum-Spezialisten J. Schmalz GmbH aus 72293 Glatten. Der VacuMaster kommt in Verbindung mit einer 2-Trägerkrananlage zum Einsatz, die bauseitig bereits vorhanden war.
Effizienz-Plus durch 50% Personaleinsparung,
reduzierte Nebenzeiten, bessere Auslastung
Nach Analyse der Aufgabenstellung entschied man sich für den besagten VacuMaster Comfort 125-180°-2. Das Gerät ist für eine max. Traglast von 125 kg ausgelegt und verfügt über eine 180°-Wendevorrichtung sowie zwei Saugplatten mit jeweils 360 mm Durchmesser. Die großdimensionierten Saugplatten übertreffen die geltenden Sicherheitsbestimmungen, was für den Bediener zusätzliche Sicherheit beim Werkstück-Handling bedeutet.
Mit dem Vakuum-Hebegerät werden die Tischplatten auf den Maschinentisch gelegt, dort nach CNC-Programm bearbeitet und danach wieder entnommen. Je nach Plattenausführung muss nach der Kantenbearbeitung auf der einen Seite die Platte gewendet werden, um sie auf der zweiten Seite ebenfalls bearbeiten zu können. Seitdem das CNC-Bearbeitungszentrum installiert ist, werden möglichst alle Platten darauf gefertigt, so dass die manuelle Kantenbearbeitung so gut wie der Vergangenheit angehört.
Aber nicht nur die Kantenbearbeitung, sondern das gesamte Werkstück-Handling geht jetzt rationeller und effizienter vonstatten, weil durch das Vakuum-Handling auch die Tischoberflächen geschont werden, ein Verkratzen fast nicht mehr möglich ist und demnach auch keine Nacharbeiten durchgeführt werden müssen. Als ideal erwies sich auch in diesem Fall die niedrige Bauhöhe des Vakuum-Hebegerätes und der Schwenk-/Wendeeinrichtung: Trotz des Maschinentisch-Aufbaus für die Werkstück-Spannung (Konsolensystem mit Schmalz Blocksaugern) können die Tischplatten über dem CNC-Bearbeitungszentrum um 180° gewendet werden. Ein Zeit raubendes Herausfahren des Werkstücks aus dem Bereich des CNC-Bearbeitungszentrums sowie das Wiedereinfahren nach dem Wenden entfallen komplett, wodurch sich die unproduktiven Nebenzeiten auf ein Minimum reduzieren lassen.
Folglich „löst“ das Tischplatten-Handling per Vakuum-Hebegerät mit 180°-Wendevorrichtung gleich mehrere Aufgabenstellungen auf einmal und sorgt so durchgängig für mehr Produktivität, Qualität sowie Sicherheit und erhöht zudem die Motivation der Mitarbeiter.