Immer mehr Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, ihren Materialfluss und das Handling in Produktion, Handel und Distribution sowohl durch punktuelle als auch durch übergreifende Rationalisierungs-Maßnahmen zu optimieren. Ob kontinuierliche Ver- und Entsorgung von Bearbeitungsmaschinen oder ergonomisches, sicheres Werkstück-Handling und schonender Umgang mit Produkten. Nicht zuletzt spielen auch mehr Durchsatz und Produktivitätssteigerung eine große Rolle im effizienten Teileumschlag. Dieser gestaltet sich je nach Aufgabenstellung und Produkten höchst unterschiedlich, soll aber trotzdem ohne großes Investment realisiert werden. Die Lösung dafür ergibt sich aus einem umfassenden Baukasten an Standard-Komponenten für individuelle Handhabungs- und Materialfluss-Anforderungen. So hat der Vakuum-Spezialist J. Schmalz GmbH, 72293 Glatten nicht nur ein komplettes Programm an Vakuum-Schlauchhebern oder Vakuum-Hebegeräten für verschiedenste Materialfluss-Lösungen zu bieten, sondern in logischer Weiterentwicklung neuerdings auch Krananlagen aus Aluminium. Damit schließt sich der Kreis für Schmalz und die Kunden, denn alle Leistungen im Bereich „Manuelle Handhabungstechnik“, beginnend bei der Bedarfsanalyse über die Beratung, Projektierung, Herstellung, Installation, Inbetriebnahme, bis hin zum Service, können nun komplett aus dem hauseigenen Liefer- und Leistungsprogramm abgewickelt werden.
Mit der Erfahrung aus unzähligen
Materialfluss-Lösungen...
Bestens gewappnet mit den Erfahrungen aus zahlreichen installierten Materialfluss-Lösungen, wurde ein Krananlagensystem in Aluminiumbauweise entwickelt, das speziell auf die wahlweise Kombination mit Vakuum-Schlauchhebern der Baureihe Jumbo, Vakuum-Hebegeräten der Baureihe VacuMaster oder auch mit selbst konstruierten mechanisch-/pneumatisch-/elektrischen Greifern zugeschnitten ist. Wie alle anderen Schmalz-Standardsysteme ist auch die neue Krananlage konsequent modular konzipiert. Als Systembasis dienen vier verschiedene Aluminiumprofile. Damit ist es möglich, aus dem Baukasten heraus gewichts-, traglast- und kostenoptimierte Krananlagen, die jeweils perfekt auf die Anforderungen abgestimmt sind, schnell realisieren zu können. Die Kranträger aus Aluminium können bis zu 8 Meter lang sein, die Länge der Kranbahn ist durch Schienenverbinder variabel. Somit wird ein großer Arbeitsbereich abgedeckt. Das System ist wahlweise als Einträger-, Zweiträger- und Einschienen-Krananlage lieferbar. Traglasten bis 660 kg sind möglich. Die erwiesene Leichtgängigkeit des Kransystems erlaubt das schnelle und sichere sowie ergonomisch belastungsfreie Befördern unterschiedlicher Güter. Je nach Einsatz und Verwendung sind die Aluminium-Krananlagen direkt mit einem Vakuum-Schlauchheber oder auch nur mit einem Kettenzug zu kombinieren und demnach höchst universell einzusetzen. Das Baukastensystem gestattet mittels dem Schmalz-Projektierungsprogramm die schnelle und einfache Konfiguration und Systemauslegung. Da sämtliche Komponenten ab Lager verfügbar sind, lassen sich solche kompletten Vakuum-Handhabungssysteme in kürzester Zeit auf die Beine stellen und auch sofort nutzen.
Standardisiertes Einträger-Kransystem aus Aluminium erlaubt
Ausrüstung mit individuellen Greifern und Behältern
Von diesen Vorteilen ließ sich auch die Firma L`Orange GmbH, Stuttgart-Zuffenhausen, Hersteller von Hochdruck-Einspritzsystemen für Schiffsantriebe, Spezialfahrzeugantriebe und für Kraftwerkstechnik überzeugen. Als es im Produktionswerk Glatten/Schwarzwald um die Ausrüstung einer Phosphatieranlage ging, suchte man ein geeignetes Kransystem, um mit Kleinteilen befüllte Metallkörbe durch die verschiedenen Stationen der Anlage sicher und schnell zu befördern. Die Metallkörbe mit Ventilgehäusen müssen für jeden Vorgang (Reinigen im heißen Wasser, Oberflächen-Behandlung und Rostschutz durch Tauchen in verschiedene Chemikalien-Becken) angehoben, gefördert, abgesenkt/getaucht und nach zeitlicher Vorgabe wieder angehoben werden. Das Gewicht der Metallbehälter mit Inhalt kann bis 150 kg betragen. Die Behälter müssen leicht zu verschieben und exakt über den Tauchbecken zu positionieren sein. Nach Prüfung des Sachverhalts und des Leistungsvermögens der Aluminium-Krananlagen von Schmalz entschied man sich für den Einbau eines Einträger-Hängekrans aus Aluminium, an den dann ein Elektrokettenzug und ein hauseigener Greifer zur Aufnahme und Fixierung der Metallkörbe montiert wurden. Das sehr kompakt und leicht bauende Aluminium-Einträger-Kransystem konnte mit Hilfe der Standard-Kranbahnabhängungen direkt an die vorhandene Deckenkonstruktion angebaut werden. Es weist einen großzügigen Arbeitsbereich von 14,5 x 2,5 Meter auf. Die max. zulässige Traglast beträgt 250 kg, so dass noch genügend Reserven vorhanden sind. Gleiches gilt für den Arbeitsbereich, denn die große Nutzungsfläche der Krananlage erlaubt das Umstellen der Tauchbecken oder das Erweitern der Phosphatieranlage um Zusatzbecken. Die Installation des Kransystems an der Decke hat den Vorteil, dass es im Bereich der Anlage am Boden keine Störkonturen gibt und somit der freie Zugang gewährleistet ist. Das ist auch dringend notwendig, denn die Phosphatieranlage wird dreischichtig genutzt, was im Klartext bedeutet, dass mittels dem Kransystem pro Tag rund 1.000 Hebe-, Senk- und Fördervorgänge abgewickelt werden müssen. Folgerichtig kommt es hier besonders auf die Leichtgängigkeit des Kransystems und auf eine minimale Geräuschentwicklung an. Dank der glatten, unempfindlichen Oberfläche der Aluminium-Kranteile (die Aluminiumprofile sind farblos eloxiert) sind diese auch leicht zu reinigen, was bei der Dampfentwicklung und generell rauen Umgebung in der Oberflächenbehandlung als weiterer Vorzug zu beachten ist. Die Einträger-Krananlage von Schmalz stellt somit eine hoch flexible und kostengünstige Materialfluss-Lösung dar, mit der die Abläufe in der Oberflächenbehandlung produktiver und gesundheitsschonender denn je durchgeführt werden können.