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Aktuelles & Presse > Presse > Vakuum-Komponenten & -Greifsysteme
27/Jul/2004
Aluminiumrohre flexibel handhaben

Vakuum-Handlingsystem sorgt für effiziente Kommissionierung und Maschinen-Beschickung.

Bildmaterial

Flexibel verstellbare Vakuum-Traverse.
Bild 1
Bild 1 zeigt das Handlingsystem am Kran bei Hydro Aluminium Alutubes GmbH mit der flexibel verstellbaren Vakuum-Traverse für das Handling unterschiedlicher Alurohre.


Die Vakuum-Traverse bestehend aus 240 Einzelsauger.
Bild 2
Bild 2 zeigt die Saugseite des Vakuum-Greifersystems, bestehend aus Vakuum-Traversen und 240 Einzelsaugern, die reihenweise auf die verschiedenen Rohr-Durchmesser eingestellt werden können und bis zu 7 lange oder kurze Rohe aufnehmen.


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Das Materialhandling im Metallhandel und in der Produktion birgt in vielen Fällen noch ein erhebliches Rationalisierungspotenzial. Zum Beispiel werden bis dato Stangen-/Stabmaterialien in der Regel per Kran vom Lieferwagen abgeladen und zunächst eingelagert. Gilt es dann einen Auftrag abzuarbeiten, entnimmt man einzelne oder mehrere Stangen von Hand aus dem Lager, befördert sie zur Bearbeitungsmaschine (Sägen o. ä.) und legt sie dort entweder in ein Maschinenmagazin oder spannt sie gleich im Spannstock ein.

Je nach Durchmesser, Länge und Gewicht der Stangen und Stäbe gestaltet sich das Material-Handling somit zu einem umständlichen Akt, an dem oftmals 2 Personen beteiligt sind. Berücksichtigt man zusätzlich die Stillstandzeiten für den Stangenwechsel beispielsweise in der Sägemaschine, dann steht diese zwangsläufig länger still, was sich bei mehreren Sägeaufträgen pro Tag zu einem ziemlichen Kostenfaktor aufrechnet. Hinzu kommt noch das spürbar unergonomische Handling der Stangen, was durchaus auch gewisse Gefahren mit sich bringt.

So oder ähnlich dachten auch die Verantwortlichen der Firma Hydro Aluminium Alutubes GmbH im Bereich der Herstellung von Aluminiumrohren, die zu 96% im Fahrzeugbau als Achsträger oder Strukturbauteile zur Verwendung kommen. Je nach Auftrag müssen die Alurohre aus dem Regallager entnommen und auf das Beschickungsmagazin einer Sägemaschine gelegt werden. Nach dem Abschneiden der Alurohre auf eine bestimmte Länge kommen die Reststücke wieder in das Lager, so dass es durchaus möglich ist, kürzere Stangen erneut handhaben zu müssen. Bis vor kurzem wurde das Stab-/Stangenhandling von 2 Personen erledigt, wobei das Ganze doch relativ unergonomisch und unproduktiv ablief.


Brachliegendes Ratio-Potenzial erschließen...

 

Aus diesem Grund entschied man sich bei Hydro Aluminium Alutubes GmbH für eine rationellere Materialflusslösung und beauftragte die Firma EFS-Handlingsysteme mit der Entwicklung, dem Bau und der Installation eines flexiblen Handlingsystems für unterschiedlich lange (max. 7.000 mm) und dicke (Durchmesser 35 bis 90 mm) Aluminiumrohre mit einem maximalen Lastgewicht von 160 kg.


Das Lastgewicht kommt deshalb zustande, da für eine effiziente Magazinbeschickung gleichzeitig bis zu 7 Stangen gehandhabt werden. EFS entschied sich nach technischer Prüfung für ein Vakuum-Handlingsystem und versicherte sich hierzu der Unterstützung des Vakuum-Spezialisten J. Schmalz GmbH aus 72293 Glatten. Während EFS das komplette Handlinggerät, den Wandkran, die Vakuumtraverse  sowie die Projektabwicklung zu verantworten hatte, war Schmalz für die Planung und Ausführung der gesamten Vakuumanlage verantwortlich.

 

Dabei galt es folgende Anforderungen zu erfüllen: Sicheres Handhaben von langen und auch kürzeren Rohren verschiedener Durchmesser und Gewichte; die (langen)
Rohre dürfen sich nicht durchbiegen; flexibles und einfaches Einstellen der Sauggreifer bzw. der Saugreihen auf alle denkbaren Rohr-Durchmesser; universelle Nutzung des Vakuum-Greifersystems zum lageweisen Greifen von bis zu 7 Rohren oder auch von anderen Lagebildern durch individuelles Abstellen einzelner Saugerbalken/Saugerreihen; sichere und effiziente Bedienung durch nur eine Person; Auslegung für den Mehrschichtbetrieb.

 

Egal ob dick oder dünn oder lang oder kurz...

 

Die in enger Zusammenarbeit zwischen EFS und Schmalz realisierte Handling-Lösung besteht aus einem Wandkran mit Kettenzug, der einen Arbeitsbereich von X = 4.000 mm (möglich wären bis zu 9.000 mm), Y = 6.000 mm und Z = 2.340 mm aufweist.

Die Vakuum-Traverse ist so konzipiert, dass die Position der Saugreihen über eine Zentralverstellung sehr schnell zwischen 30 mm als engster Position und 100 mm als weitestem Abstand variiert werden kann, wodurch Rohre mit 35 bis 90 cm Durchmesser gehandhabt werden können. Um sowohl kurze als auch lange Rohre verschiedener Durchmesser greifen zu können, wurden in bestimmten Abständen insgesamt 240 Einzelsauger installiert.

Die Sauger vom Typ FSG haben 2,5 Falten, einen Durchmesser von 32 mm, einen ¼" Anschluss. Sie passen sich somit sehr gut an die unterschiedlichen Röhrendurchmesser an und sorgen durch den großen Saugerhub der 2,5 Falten dafür, dass sich eine Lage bereits beim Ansaugen von der nächsten abhebt.
Die einzelnen Längstraversen des Vakuum-Greifersystems sind separat verschlaucht, um für verschiedene Lagebilder auch die Traversen frei verfahren zu können. Die Traversen dienen auch als Vakuum-Verteiler, was den Verschlauchungsaufwand drastisch reduziert.


Verschlissene Sauger lassen sich durch einfaches Abnehmen/Aufstecken schnell und ohne Werkzeug austauschen. Die Vakuum-Versorgung geschieht über eine zentrale Vakuumpumpe.
Die komplette Anwendung gewinnt an Effizienz, Flexibilität und Sicherheit, denn selbst die langen Rohre werden nun ohne Durchbiegen positionssicher transportiert, die Sauggreifer erlauben die universelle Nutzung für alle vorkommenden Rohrtypen, und die ebenfalls als Vakuum-Speicher fungierenden Traversen halten die Rohre auch bei einem Energieausfall solange fest, bis sie sicher abgelegt sind, zumal ein Vakuum-Rückschlagventil das ungewollte Belüften der Sauggreifer verhindert.

 

Die Erfahrungen mit den Vakuum-Handlinggeräten sind so gut, dass Hydro Aluminium Alutubes GmbH mittlerweile drei Anlagen dieser Art betreibt und so produktiver und wesentlich kostengünstiger arbeitet.




Ansprechpartner für Rückfragen:

J. Schmalz GmbH
Kerstin Löffler
Marketing
Aacher Str. 29
72293 Glatten
Telefon: 07443/2403-323
Telefax: 07443/2403-623
 
eMail: kerstin.loeffler@schmalz.de