Die Vakuum-Flächengreifsysteme des Vakuum-Spezialisten J. Schmalz GmbH, 72293 Glatten, sind heute in den unterschiedlichsten Branchen für viele Anwendungen im Einsatz. Mit den vor einigen Jahren vorgestellten Flächengreifern der Baureihe "FX" setzte Schmalz als der "Vakuum-Innovator" Maßstäbe im Bereich Handhaben verschiedenster Güter, die bis heute gelten. Mit der steigenden Leistungsfähigkeit moderner Vakuum-Komponenten und Baugruppen konnten sich die Vakuum-Flächengreifer Anwendungsgebiete erobern, die den Vakuum-Greifsystemen früher verschlossen waren. Doch die Entwickler ruhten sich auf ihren Lorbeeren nicht aus und präsentieren zur AUTOMATCICA 2006 in München eine neue Generation an Vakuum-Flächengreifsystemen, nämlich die Baureihen FXC/FMC.
Der wesentliche Unterschied zu den Vorgänger-Baureihen FX/FM ist darin zu sehen, dass die einzelnen Module und damit die neuen Flächengreifer noch kompakter und leichtgewichtiger sind. Die Basis der beiden Baureihen FXC/FMC stellen Grundkörper aus stabilen Aluminium-Strangpressprofilen dar. In der Länge stufenlos variabel, können die einzelnen Flächengreifer auch modular zu Flächengreifer-Blöcken ("Lagengreifern") einfach zusammengestellt werden. Die neuen Kompakt-Flächengreifer FXC/FMC weisen nur einige wenige standardisierte Module auf: Grundkörper, Ejektor, Ventilbaustein, Dichtmatte. Mit den Modulen lassen sich individuelle Vakuum-Flächengreifer realisieren, die dank Integration der wesentlichen Funktionselemente sehr kompakt bauen.
Die Integration des Vakuum-Erzeugers in den Grundkörper hat den Vorteil, dass äußerlich keine Schlauchleitungen etc. zu sehen sind, der Vakuum-Erzeuger geschützt ist, weniger Störkanten vorherrschen, weniger Verbindungs- und Befestigungselemente benötigt werden, die Flächengreifer kompakter und leichter geworden sind und demnach eine höhere Dynamik in allen Bewegungsabläufen möglich ist. Die Vakuum-Erzeuger sind als Einschub-Ejektoren konzipiert. Je nach Bedarf können 1 oder auch 2 Ejektoren der Leistungsgrößen SEM 25 bis SEM 100 installiert werden und außerdem ist für Anpassungen oder im Störfall ein schneller Austausch machbar. Die freie Wahl aus einem breiten Spektrum an Ejektoren erlaubt die optimale Auslegung des Vakuum-Flächengreifersystems, bezogen auf den jeweiligen Anwendungs-/Einsatzfall.
In den Vakuum-Flächengreifern FXC/FMC sind zwei unterschiedliche Ventil-Bausteine (SW als einfache und kostengünstige Variante/SVK-W für kürzeste Zykluszeiten) zu verwenden. Die komplett neue Variante SVK-W ("Kombiventil") vereinbart die Leistungsfähigkeit der bewährten Strömungsventiltechnik (Variante SV) mit der Flexibilität des Strömungswiderstands in Bezug auf den Belegungsgrad der Saugfläche. Während bei der alten "SV-Variante" eine bestimmte Mindestbelegung erforderlich war, trifft das auf die Variante SVK-W nicht mehr zu. Durch den sehr hohen "Durchfluss" sind speziell raue und poröse Güter/Werkstücke schnell und sicher zu greifen. Außerdem ist bei allen Werkstücken ist ein schnelleres Abblasen möglich. Beides führt zu kürzeren Zykluszeiten und damit zu einer Verringerung der unproduktiven Handling-Nebenzeiten.
Hinsichtlich der Dichtmatten, die im Übrigen leicht und schnell ausgetauscht werden können, gibt es aktuell zwei Versionen: mit feinem und mittlerem Lochraster. Zum einen bringt dies dem Kunden mehr Flexibilität beim Ausrüsten und Anpassen auf den jeweiligen Einsatzfall, zum anderen ist der Vakuum-Flächengreifer sehr einfach und schnell auf andere Handling-Güter umzurüsten. Noch mehr Flexibilität gewährleisten insgesamt 5 FXC/FMC-Baugrößen, so dass die Vakuum-Flächengreifersysteme in jedem Fall leistungsgerecht konfiguriert werden können.