Die Vakuum-Flächengreifsysteme des Vakuum-Spezialisten
J. Schmalz GmbH, 72293 Glatten, sind heute in den unterschiedlichsten Branchen für viele Anwendungen im Einsatz. Mit den vor einigen Jahren vorgestellten Flächengreifern der Baureihe "FX" setzte Schmalz als der "Vakuum-Innovator" Maßstäbe im Bereich Handhaben verschiedenster Güter, die bis heute gelten. Die Basis der beiden aktuellen Baureihen FXC/FMC bilden Grundkörper aus stabilen und steifen Aluminium-Strangpressprofilen. In der Länge und Breite variabel, können daraus je nach Anforderung auch Flächengreifer-Blöcke zusammengestellt werden. Die Flächengreifer FXC/FMC weisen nur einige wenige, standardisierte Module auf: Grundkörper, Ejektor, Ventilbaustein, Dichtmatte. Mit diesen Modulen lassen sich individuelle Vakuum-Flächengreifer realisieren, die dank Integration der wesentlichen Funktionselemente sehr kompakt zu bauen sind. So hat z.B. die Integration des Vakuum-Erzeugers in den Grundkörper den Vorteil, dass außen keine Schlauchleitungen etc. zu sehen sind, der Vakuum-Erzeuger geschützt ist und weniger Störkanten vorherrschen. Des weiteren werden weniger Verbindungs-/Befestigungselemente benötigt und die Flächengreifer sind leichter geworden, wodurch sie eine höhere Dynamik in allen Bewegungsabläufen erlauben.
Mit Standard-Vakuum-Komponenten zu kompletten Greiferlösungen
Dank der freien Auswahlmöglichkeit aus einem breiten Spektrum an Vakuum-Erzeugern (Ejektoren), wird die optimale Auslegung des Vakuum-Flächengreifsystems, bezogen auf den jeweiligen Anwendungsfall, möglich. In den Vakuum-Flächengreifern FXC/FMC sind zwei unterschiedliche Ventil-Bausteine (Strömungswiderstände "SW" als einfache und kostengünstige Variante/ Strömungsventile "SVK-W" für kürzeste Zykluszeiten und höheren Produktionsoutput) zu verwenden. Die Variante SVK-W kombiniert dabei die Leistungsfähigkeit der Strömungsventiltechnik mit der Flexibilität der Strömungswiderstands-Technik und führt dadurch zusätzlich zu einem erweiterten Anwendungsbereich bzgl. Tragkraft, Belegungsgrad der Saugfläche sowie Porösität und Oberflächenrauigkeit der zu hebenden Werkstücke.
Das Handhaben von Werkstücken unterschiedlichster Form und Größe unabhängig vom Greiferbelegungsgrad ist dadurch problemlos möglich. Auch raue oder poröse Güter können schnell und sicher gegriffen werden, wobei zusätzlich ein sehr schnelles Abblasen möglich ist. Beides führt zu kürzeren Zykluszeiten und damit zu einer Verringerung der unproduktiven Handling-Nebenzeiten. Hinsichtlich der Dichtmatten, die im Übrigen leicht und schnell ausgetauscht werden können, gibt es aktuell zwei Versionen: Matten mit feinem und mittlerem Lochraster. Zum einen bringt dies dem Kunden mehr Flexibilität beim Ausrüsten und Anpassen auf den jeweiligen Einsatzfall, zum anderen ist der Vakuum-Flächengreifer sehr einfach und schnell auf andere Handling-Güter umzurüsten. Noch mehr Flexibilität gewährleisten insgesamt 5 FXC/FMC-Baugrößen, so dass die Flächengreifersysteme in jedem Fall leistungsgerecht konfiguriert werden können.
Die ideale Kombination:
Industrieroboter und FX-Flächengreifer
Von diesen Vorteilen ließ sich auch ein ungarischer Hersteller von Möbeln überzeugen, als es in der Serienfertigung um die Material-Beschickung einer Kantenbearbeitungsmaschine ging. Auf Grund des geplanten hohen Durchsatzes und der in den Abmessungen unterschiedlichen Möbelteile (Spanplatten-Zuschnitte), entschlossen sich die Verantwortlichen zum Einsatz eines Industrieroboters von KUKA. Nach Analyse des Werkstück-Spektrums, der Handlingsabläufe und der Beschaffenheit der zu handhabenden Teile, fiel die Wahl auf einen Vakuum-Flächengreifer vom Typ FX-SW des Vakuum-Spezialisten J. Schmalz GmbH, 72293 Glatten. Die Entscheidung für das Handhaben mittels Vakuum ist u. a. damit begründet, dass die Zuschnitte unterschiedliche Abmessungen sowie eine beschichtete Oberfläche, die nicht beschädigt werden darf, haben und dass der Roboter die Werkstücke sowohl depalettieren als auch palettieren muss. Entsprechend flexibel hat auch der Greifer zu agieren, weshalb die FX-Variante "SW" bestimmt wurde. Dessen Einzelöffnungen zum Saugen sind über Strömungswiderstände mit der Vakuumkammer verbunden, wodurch schnelle Reaktionszeiten und einen hohe Haltekraft garantiert sind, wobei die Haltekraft mit zunehmendem Belegungsgrad ansteigt. Da auch die Vakuumerzeugung direkt am Flächengreifer stattfindet, gibt es so gut wie keine Strömungsverluste, was den Wirkungsgrad nochmals verbessert und ein dynamisches Handling gestattet.
Spanplatten-Zuschnitte aller Art:
universell und dynamisch handhaben
Hilfreich ist in diesem Zusammenhang, dass die Spezialschaumgummi-Auflage des FX-SW kleinere Unebenheiten in der Oberfläche problemlos ausgleicht und somit ein schnelles Ansaugen und sicheres Haften unterstützt. Dank der Auslegung des Vakuum-Flächengreifers lassen sich mit einem einzigen Greifersystem alle Werkstückgrößen handhaben. Es sind keine Greiferwechsel erforderlich und demnach gibt es auch keine Rüst- und Stillstandzeiten, so dass die Produktion "Rund-um-die-Uhr" ablaufen kann. Pro Minute sind zwischen 6 und 7 Beschickungszyklen möglich. Je nach Abmessungen und Anzahl pro Zyklus bedeutet dies, dass der Roboter mit dem Flächengreifer FX-SW in der Minute bis zu 30 Platten handhabt, wodurch die kontinuierliche Beschickung der Kantenbearbeitungsanlage gewährleistet ist.