Bei der Entwicklung des jüngst ins Programm der elektronischen Schmalz-Vakuumschalter aufgenommenen teachbaren Schalters wurde auf möglichst hohen Praxisbezug geachtet.
Aus der langjährigen Erfahrung beim Auslegen von Vakuumsystemen abgeleitet, wurde die Software des Schalters (Typ VS-V-AV/AH-T-...- S) so programmiert, dass es dem Bediener erlaubt, den Schalter per einmaligem Knopfdruck einzustellen!
Praxis-Beispiel mit "herkömmlichen" Vakuumschaltern (mit Potentiometer):
Bislang wurden Vakuumschalter mit Potentiometer zur Systemüberwachung wie folgt eingestellt:
1. Der Vakuumerzeuger wird aktiviert und das Werkstück angesaugt (meist ist hierbei der absolute Vakuumwert nicht bekannt).
2. Der Schaltpunkt wird mittels Potentiometer zuerst auf das anliegende Vakuumniveau eingestellt. Somit liegt der Schaltpunkt jetzt bei dem für dieses System maximal erreichbaren Vakuumwert.
Der Vakuumschalter sendet das "Part-Presence-Signal" (Signal für Teil vorhanden) in dieser Einstellung dann erst beim maximal erreichbaren Vakuum.
3. Um einen praxisnahen Schaltpunkt zu erhalten, wird das Potentiometer in der Regel 1/4 bis 1/2 Umdrehung zurück gedreht. Somit senkt sich der gesetzte Schaltpunkt, dessen Wert jedoch nicht eindeutig bestimmt werden kann.
4. Im Vakuumschalter ist jetzt ein Wert für den Einschaltpunkt eingestellt, welcher unter dem max. erreichbaren Vakuumwert liegt. Üblich ist ein Schaltpunkt, der etwa 20 - 25% unter dem Maximalwert liegt. Hier wird das Werkstück bereits sicher gehalten! Die Handlingsanlage beginnt somit ihre Bewegung, sobald das zu bewegende Gut ausreichend sicher angesaugt ist.
Praxisbeispiel mit dem neuen Vakuumschalter mit Teach-Button:
Die gesamte Prozedur des Einstellens des Vakuumschalters auf einen praxistauglichen Wert übernimmt nun die gespeicherte Software im neuen Vakuumschalter VS-V-AH/AV-T:
Im gewünschten Zustand (Werkstück ist sicher angesaugt) wird der sogenannte "Teachpunkt" einfach über "Knopfdruck" eingestellt.
Der wirkliche Einschaltpunkt liegt bei dem neuen Schalter automatisch 20% unter dem Niveau des Teachpunktes.
Das Part-Presence-Signal erfolgt also automatisch auf einem praxistauglichen Vakuumniveau.
Zusätzliche Hysterese:
Bei dem Schalter vom Typ -S ist die Hysterese zusätzlich fest eingestellt. (Sie beträgt 2% vom Messbereichsendwert = 20 mbar).
Ab diesem Punkt wird der Anlage signalisiert, dass das Vakuum einen kritischen Wert annimmt.
Fazit:
- Schaltpunkt und Schalthysterese stellen sich automatisch auf einen praxisrelevanten Wert ein, das sonst übliche Nachjustieren wird somit überflüssig!
- Somit erhalten die Anwender "Prozesssicherheit auf Knopfdruck"!