Berlin: Am 2. November 2005 wurde im Delphinium des Hotels Dorint Sofitel erstmals der "Deutsche Preis für Wirtschaftsethik" verliehen. Erster Preisträger ist das mittelständische Unternehmen J. Schmalz GmbH aus Glatten im Schwarzwald. Nicht ein großer Konzernbetrieb, sondern ein Mittelständler mit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (davon 280 in Deutschland und 70 in den weltweit verteilten Niederlassungen/Vertriebsbüros) konnte die hochkarätig besetzte Jury vom gelebten "Ethics in Business" überzeugen. Stellvertretend für die gesamte Belegschaft nahmen die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter, Dr. Kurt Schmalz und Wolfgang Schmalz, den begehrten Preis in Empfang.
Mit der Auszeichnung würdigt die Jury um Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für nachhaltige Entwicklung, zum einen das vorbildliche soziale sowie enorme ökologische Engagement des in der Vakuumtechnik international führenden Unternehmens. Zum anderen heben die Jury-Mitglieder ausdrücklich hervor, dass eindrucksvoll bewiesen wird, dass ein systematisches Management im Sinne des ökologisch und gesellschaftlich verantwortlichen Wirtschaftens nicht nur sehr wohl möglich ist, sondern auch unternehmerische Erfolge bringt.
Das durchgängige und schlüssige Konzept, das hinter allem steht, zeigt sich an vielen Punkten, so z.B. auch in Sachen Umweltschutz. Zertifizierte Umweltmanagementsysteme sind seit Jahren eine Selbstverständlichkeit, die Produkte werden unter größtmöglicher Ressourceneffizienz gefertigt und auch Lieferanten müssen ökologische Standards halten. Zudem gewinnt das Unternehmen mehr Energie aus regenerativen Quellen als es selbst verbraucht. Ein Ökolehrpfad auf dem Firmengelände erklärt den zahlreichen Besuchern Sinn und Zweck des Schmalzschen Umweltschutzes.
Aber auch in Bezug auf eines der zentralen Themen in der derzeitigen Diskussion - nämlich Auswüchse wie Korruption, Bilanzfälschung und Selbstbereicherung von Managern - setzt das Unternehmen Maßstäbe. So formuliert das Management zurzeit umfangreiche Verhaltensrichtlinien, die faire Wirtschaftspraktiken gewährleisten sollen - eine bislang eher unübliche Maßnahme.