Ein Positiv-Energie-Unternehmen zu sein ist erklärtes Ziel der J. Schmalz GmbH, denn regenerative Energien sind ein Schlüssel zur Lösung vieler Probleme. Aus dieser Überzeugung heraus haben sich die Verantwortlichen bei Schmalz entschieden, die alte Hackschnitzelheizanlage durch eine neue, modernere Anlage zu ersetzen.
Nach 20 Jahren Betriebszeit musste im Januar 2007 die bisher existierende Heizanlage stillgelegt werden. Artur Schmalz, Vater der heutigen geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Kurt und Wolfgang Schmalz, hatte 1987 die Anlage eingebaut – lange bevor es schlüsselfertige Holz-Hackschnitzelheizanlagen auf dem Markt gegeben hat. „Den Vorofen musste unser Vater damals noch in Schweden beschaffen“, so Wolfgang Schmalz. „Er war seiner Zeit weit voraus und hat das Ganze mit viel Engagement über zwei Jahrzehnte hinweg betrieben“, so Schmalz.
Kurz nach der Stilllegung wurde das Baugesuch für die neu geplante Hackschnitzelheizanlage eingereicht, so dass im Mai 2007 der Spatenstich in Anwesenheit der Planer, Rohbauer, der Geschäftsleitung sowie Glatten´s Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer erfolgen konnte. Mit 500 kW Nennleistung ist die neue Anlage wesentlich leistungsfähiger und wird alle Betriebsgebäude über ein Nahwärmenetz versorgen. Durch den Hackschnitzel-Bevorratungsbunker mit Fassungsvermögen von 330 m³ sowie einem Jahreshackschnitzelbedarf von 1.800 m³ wird Schmalz den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid um ca. 378 t pro Jahr reduzieren. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für Oktober 2007 geplant. Das dafür benötigte naturbelassene Holz stammt überwiegend aus Durchforstungen und dem Abholz, das bei Forstarbeiten anfällt.
Durch den umfangreichen Einsatz regenerativer Energieträger – Solarenergie, Windkraft, Hackschnitzel – ist Schmalz in der Lage, in etwa die Energiemenge, die das Unternehmen benötigt, selbst auf nachhaltige Weise zu produzieren. Einen wesentlichen Beitrag wird die neue Hackschnitzelheizanlage mit einer Wärmebedarfsabdeckung von ca. 96% leisten, indem Heizöl nahezu substituiert wird. Zudem ist für 2007 die Wiederinbetriebnahme der Wasserkraftanlage geplant, die die regenerativ erzeugte Energiemenge bei Schmalz weiter erhöhen wird.